Einen Tag und eine Nacht lang tauschten einige Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen des Gymnasiums Güssing das Klassenzimmer gegen Tarnuniform und Feldlager. Bei einer 24-Stunden-Übung des Jägerbataillons 19 in der Montecuccoli-Kaserne erhielten sie einen realitätsnahen Einblick in den militärischen Alltag und lernten dabei, wie wichtig Teamgeist, Verantwortung und die umfassende Landesverteidigung für die Sicherheit Österreichs sind. 

Gemeinsam mit ihren Professoren Jürgen Pranger und Laura Ascher nahmen die Jugendlichen an einem abwechslungsreichen Ausbildungsprogramm teil. Trotz hochsommerlicher Temperaturen zeigten sie großen Einsatz und meisterten die gestellten Aufgaben mit viel Motivation. 

Um die Übung möglichst authentisch zu gestalten, wurden die Schülerinnen und Schüler mit Uniformen ausgestattet und in den Ausbildungsbetrieb des Jägerbataillons 19 eingebunden. Auf dem Programm standen das Kennenlernen der persönlichen Ausrüstung und verschiedener Waffensysteme, der Bau von Unterkünften im Gelände sowie eine Nachtübung mit anschließender Übernachtung unter freiem Himmel am Truppenübungsplatz. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das Abseilen von der Burg Güssing zweifellos der Höhepunkt der 24 Stunden. 

Neben körperlicher Ausdauer waren vor allem Teamfähigkeit, gegenseitige Unterstützung und rasches Handeln gefragt. Die Jugendlichen erfuhren dabei aus erster Hand, welche Anforderungen der Soldatenberuf mit sich bringt und welche Bedeutung Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Verantwortungsbewusstsein im Dienst für die Gesellschaft haben. 

Direktor Mag. Robert Antoni sieht in der Zusammenarbeit mit dem Jägerbataillon 19 einen großen Mehrwert für die Schule: „Mit dem Jägerbataillon 19, das in der Montecuccoli-Kaserne Güssing beheimatet ist, haben wir einen starken regionalen Partner gefunden. Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten dabei nicht nur außergewöhnliche Erlebnisse, sondern lernen auch einen attraktiven Arbeitgeber in der Region kennen und gewinnen Einblicke in mögliche berufliche Perspektiven.“ 

Auch Bataillonskommandant Oberst Christian Luipersbeck betont den Nutzen solcher Kooperationen: „Unsere Projekttage bieten jungen Menschen die Möglichkeit, das Bundesheer aus nächster Nähe kennenzulernen. Viele stehen kurz vor der Matura und damit vor wichtigen Entscheidungen für ihre Zukunft. Das Bundesheer eröffnet vielfältige Karrierewege – vom freiwilligen Dienst bis zur Offiziersausbildung an der Militärakademie.“ 

Die gelungene 24-Stunden-Übung hinterließ bei den Jugendlichen bleibende Eindrücke. Für viele war sie nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine wertvolle Erfahrung, die neue Perspektiven eröffnete und das Bewusstsein für Verantwortung, Zusammenhalt und den Beitrag des Bundesheeres zur Sicherheit Österreichs stärkte.