Eine Woche voller Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und neuer Perspektiven liegt hinter uns. Von Sonntag bis Samstag (20.9.-26.9.2026) durften wir zehn Schülerinnen unserer Partnerschule aus Salgótarján in Güssing begrüßen. Im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts “Living in Border Regions: Differences, Similarities and Shared Experiences“ erkundeten sie gemeinsam mit ihren österreichischen Austauschpartnerinnen und -partnern unsere beiden Regionen und beschäftigten sich mit ihrer gemeinsamen Geschichte.

Nach der Ankunft am Sonntag lernten die ungarischen Schülerinnen und Schüler ihre Gastfamilien kennen und verbrachten den Nachmittag gemeinsam mit ihren Austauschpartnern.

Am Montag standen zunächst unsere Schule und Güssing im Mittelpunkt. Die Gäste lernten das österreichische Schulsystem kennen und stellten ihre Schule in Salgótarján vor. Nach einem Besuch im Rathaus mit dem Bürgermeister erkundeten wir die Burg Güssing und beschäftigten uns mit der Geschichte der Familie Batthyány. Auch die Batthyány-Gruft in der Stadt stand auf dem Programm.

Am Dienstag rückte unser Projektthema “Living in Border Regions“ besonders in den Mittelpunkt. In einem zweistündigen Workshop beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Gemeinsamkeiten, Unterschieden und gemeinsamen Erfahrungen in unseren Grenzregionen. Anschließend besuchten wir Schlaining. Zunächst ging es um die Geschichte des Burgenlandes und seine Entstehung nach dem Ersten Weltkrieg, insbesondere um die Verträge von Saint-Germain und Trianon und die damit verbundenen Grenzveränderungen. Danach beschäftigten wir uns in der Ausstellung „Von den Schuldigen und den Gerechten“ mit den Opfern und Tätern des Nationalsozialismus.

Am Mittwoch führte uns unser gemeinsamer Weg nach Wien. Wir besichtigten das Parlament, das Rathaus, das Burgtheater und die Universität Wien und erkundeten die Innenstadt in gemischten Gruppen anhand interaktiver Aufgaben. Den Abschluss bildete das Heeresgeschichtliche Museum mit einem Schwerpunkt auf der Habsburgermonarchie und dem Ersten Weltkrieg.

Der Donnerstag stand unter dem Motto “Healthy School Life“. Die ungarischen Schülerinnen besuchten zunächst drei reguläre Unterrichtsstunden und erlebten so den österreichischen Schulalltag. Danach beschäftigten sie sich mit gesunden Gewohnheiten, bereiteten gemeinsam Porridge zu und arbeiteten anschließend in einem IT-Workshop an Videos und Präsentationen für ihre Projekte.

Am letzten Tag besuchten wir das Auswanderermuseum Güssing und erfuhren mehr über die Geschichte der Auswanderung in der Region. Gemeinsam pflanzten die Schülerinnen und Schüler einen Baum als Erinnerung an die gemeinsame Woche. Danach wurden die Präsentationen für das Schulfest fertiggestellt und geprobt. Den Abschluss bildete die Präsentation vor der gesamten Schulgemeinschaft beim Schulfest.

Eine Woche voller Lernen, Zusammenarbeit und neuer Freundschaften geht damit zu Ende. Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung unseres Austauschs im März, wenn unsere Schülerinnen und Schüler nach Salgótarján reisen werden.