„Schüler:innen aus ganz Österreich wollten nicht mehr lesen…ganz Österreich? Nein! Ein kleines Gymnasium in Güssing leistete erbitterten Widerstand!“
Und damit verlassen wir Gallien samt Asterix und Obelix und tauchen in die Gegenwart ein, wo unsere Finja Märting aus der 8a sich entschieden hat, ihre ABA (Abschließende Arbeit als eine Säule der Reifeprüfung) darüber zu schreiben, wie man junge Menschen wieder vermehrt zum Lesen motivieren kann. Ausgehend von einer umfassenden Literaturrecherche, bezogen vor allem auf junge Literatur, hat sie schließlich als Motivationsfaktor zwischen zwei empirischen Erhebungen den bekannten österreichischen Autor Clemens Berger zu einem Workshop eingeladen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unseren Elternverein, der neben dem OEAD die Einladung ermöglicht hat.
Basis des Romans „Der Präsident“ ist ein burgenländischer Auswanderer, der in den USA landet und dort aufgrund seiner Ähnlichkeit zum Doppelgänger von Ronald Reagan wird. Nach einer Lesestelle ging es ans Produzieren: Wie könnte die Stelle weitergehen? Was wäre eine mögliche Entwicklung der Handlung? Welche Schritte könnte der falsche Reagan in seinem Sinne setzen?
Die vielfältigen und äußerst kreativen Ideen wurden schließlich gemeinsam vorgestellt und diskutiert. In der anschließenden Diskussion ging es um Fragen zum Leben als Autor, zum Entstehungsprozess eines Romans, die Zusammenarbeit mit Verlagen und nicht zuletzt die Rolle der KI am Literaturmarkt.
Diese äußerst interessante Diskussion führte zu zwei wesentlichen Erkenntnissen: Zum einen schlägt die KI reproduzierende Inhalte vor und lehnt ungewöhnliche/neue Entwicklungen eher ab. Und zum anderen ist die menschliche Kreativität eben (zumindest derzeit) weder durch die Römer noch die KI zu schlagen. Damit wir aber in Zukunft noch Lösungen für die Herausforderungen, die auf uns zukommen, finden können, ist Kreativität unerlässlich. Diese Erkenntnis und die Forderung nach mehr Kreativität auch im Schreibunterricht schlossen den Vormittag ab – und was kann man sich Schöneres wünschen, als junge Menschen, die einfach der Freude willen ihre Gedanken zu Papier bringen wollen?



























